Suche
  • Supervision, Teamentwicklung und Paartherapie in Berlin
Suche Menü

Das 7 Minuten-Programm zur Motivation

Motivation und Sucht

Thema: Motivation im Suchtbereich – Was ist zu beachten?

Von Kunden, Besuchern und Klagenden

Ich möchte Ihnen noch eine Differenzierung zum Begriff Motivation anbieten.

Diese Unterscheidung stammt von Steve de Shazer, einem amerikanischen

Therapeuten, der sich in einer besonders lösungsorientierten Weise um Suchtkranke

in Milwaukee gekümmert hat. Er unterscheidet drei Arten von Motivationen,

den Besucher, den Klagenden und den Kunden.

Aus unserer gemeinsamen Erfahrung, kann ich sagen, dass etwa

98 Prozent der Betroffenen Menschen, nicht aus sich heraus eine Veränderung erreichen wollen,

sondern auf äußeren Druck in die Behandlung oder in die Gruppen kommen. Wenn es Ihnen auch so geht, lesen Sie bitte weiter!

Die größte Fehlannahme des Therapeuten oder Helfers ist es, Sie

als Kunden zu verstehen, die unsere Veränderungen oder Ideen zur Veränderung

in der Gruppe oder in der Klinik dankbar annehmen wollen. In der Regel sind sie

Besucher oder Klagende. Besucher sind Menschen, die einfach nur mal reinschauen

wollen, ohne direkt etwas kaufen zu müssen. Erkennen Sie sich wieder?

Ein Verkäufer, der einen Besucher mit einem Kunden verwechselt und einen

Besucher behandelt wie einen Kunden, ihm also sofort was verkaufen will,

verprellt den Besucher und wird damit den Kunden verlieren. Besucher

müssen als Besucher behandelt werden. Ihnen kann gezeigt werden,

wie das Angebot ist. Sie werden aber nicht überredet, irgend etwas

kaufen zu müssen.

Darum werden Sie in unserem ambulanten Trainingsprogramm zum Erlernen des kontrollierten Trinken niemals zu etwas überredet. Sie können sicher sein, dass wir Sie sehr ernst nehmen und Ihre Bedürfniss berücksichtigen. Wir hören immer mehr auf Sie, als auf Ihre(n) Partner/Partnerin. Das garantiere ich Ihnen.

Das Trainingsprogramm zum Erlernen des kontrollierten Trinken ist ein freiwilliges Training, um Ihren Alkoholkonsum sicher in 10 Schritten zu reduzieren. Alle Ziele werden dabei von Ihnen aufgestellt. Sie alleine sind der Steuermann innerhalb des ambulanten 10-Schritte-Trainings, um für immer weniger Alkohol zu trinken und Ihrer Gesundheit etwas Gutes zu tun.

Am häufigsten kommen Klagende in unser Geschäft. Sie beklagen sich über

die Welt, die Partner, die Familien, die Arbeitgeber und vermeiden damit, nach

ihrem eigenen Anteil zu schauen. Doch auch Klagende muss man zunächst einmal

klagen lassen, bis man ihnen Stück für Stück klar machen kann, dass sie Täter und

nicht Opfer sind, dass sie ihr Leben steuern und nicht erdulden.

Erkennen Sie sich als Angehöriger wieder? Wenn ja, machen Sie sich nichts draus. Co-Abhängigkeit ist genauso schwerwiegend abzulegen, wie der Alkohol.

Alle Helfer oder Therapeuten, die diese Unterschiedlichkeiten in der Motivation

übersehen, verprellen Hilfesuchende schneller, als sie denken, und schlagen

Türen zu, von denen sie glauben, dass sie gar nicht offen waren.

Bei uns bleiben die Türen auch für Sie als Angehöriger offen.

Hier finden Sie noch mehr interessante Informationen in unserem Gratis Buch: „Kontrolliertes Trinken – Wie Sie wirklich lernen Alkohol kontrolliert zu trinken.“

Print Friendly, PDF & Email

Autor:

K.i.K. e.V. ist ein eingetragener Verein der psychosozialen Versorgung in berlin und existiert seit 1993. Wir machen folgende Dienstleistungen: Supervision in Berlin Coaching Paartherapie in Berlin Familientherapie in Berlin Mediation in Berlin Kontrolliertes Trinken von Alkohol als Trainingsprogramm (EkT) Systemische Beratung Seminare und Trainings Raucherentwöhnung

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.