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Motivierende Gesprächsfühung

Motivierende Gesprächsführung Effektive motivierende Strategien

•  Ratschläge geben

Ratschläge sollten dabei jedoch:

•  das Problem identifizieren

•  erklären, warum Veränderung bedeutsam ist, und

•  eine Veränderung nahe legen

Untersuchungen ergaben, dass eine einzige Beratungssitzung in einer Alkoholambulanz genügt, um die Wahrscheinlichkeit einer Behandlungsfortführung von 5% auf 65% zu steigern.

•  Hindernisse entfernen
(dazu zählen Kinderbetreuung während der Beratungssitzung, Transportmittel, Fahrtkosten usw.)

Beispiel: Zwei Gruppen von Klienten wurden unterschiedlich unterstützt.

•  Gruppe 1 forderte man zur Teilnahme auf, betonte die Wichtigkeit dieses Besuches und gab Ihnen einen Plan mit den Gruppenterminen – und orten.

•  Die Mitglieder der zweiten Gruppe erhielten systematische Hilfen zur Überwindung von Besuchshindernissen. In Anwesenheit des Klienten telefonierte der Berater mit einem AA-Mitglied, das dann mit dem Klienten sprach und sich bereit erklärte, ihn zum ersten Treffen abzuholen. Sie vereinbarten einen Treffpunkt, und das AA-Mitglied rief am Abend vor dem vereinbarten Treffen nochmals beim Klienten an.

•  Ergebnis: Alle Teilnehmer der zweiten Gruppe nahmen an der AA-Gruppe teil. Aus der ersten Gruppe kein einziger.

•  Zudem ist es besser Klienten eine Kurzzeitbehandlung zukommen zu lassen,

als sie auf die Warteliste setzen zu lassen. Ein niedrigschwelliger Zugang zu den Hilfesystemen ist sehr wichtig:

•  Alternativen bereithalten

Veränderungsmotivation wird dann erhöht, wenn sich der Klient zwischen verschiedenen Alternativen entscheiden kann. Standardprogramme im stationären und ambulanten Setting lassen Klienten oft zuwenig Wahlmöglichkeiten.

Wenn ein Berater entgegen den Empfindungen und Wünschen des Klienten auf einem einzigen Behandlungsziel besteht, kann das die Motivation und das Ergebnis erheblich beeinträchtigen.

  •  Anreize verringern

Arbeit mit dem Waage-Modell: Berater tun gut daran, zunächst die positiven Anreize zu identifizieren, die den Klienten veranlassen, sein derzeitiges Verhalten beizubehalten, um in einem nächsten Schritt ein Gegengewicht zu entwickeln.

Bewusstsein für die nachteiligen Konsequenzen des Verhaltens verstärken.

Wenn das Umfeld Besorgnis ausdrückt, Hilfe anbietet und die negativen Konsequenzen des Problems verstärkt, wird auch die Motivation, sich zu verändern, verstärkt.

•  Empathie zeigen

Unter Empathie verstehen wir eine spezifische und lernbare Fähigkeit, die Mitteilungen anderer Menschen und ihre (nonverbalen) Bedeutungsinhalte mittels aktiven Zuhörens zu verstehen, unabhängig davon, ob man selbst schon ähnliche Erfahrungen gemacht hat oder nicht.

•  Rückmeldung geben

Nachuntersuchungen an Alkoholikern, die Informationen über Alkohol und seine Folgen erhielten, zeigten signifikante Langzeitveränderungen im Trinkverhalten.

Der Berater sollte dem Klienten eine deutliche Rückmeldung über seine derzeitige Situation geben und ihn über die Konsequenzen bzw. die Risiken seines Verhaltens aufklären.

•  Ziele klären

Wenn der Klient kein klares Ziel vor Augen hat, ist eine Rückmeldung meistens ineffektiv.

Ziele müssen für den Klienten realistisch und umsetzbar sein. Ebenso sind Zielformulierungen unbrauchbar, wenn die Person nur unzureichend über ihre gegenwärtige Situation informiert ist.

•  Aktiv helfen

Wie sollte man sich verhalten, wenn der Klient nicht zur ersten vereinbarten Sitzung kommt oder nach der ersten nicht wiederkommt?

Aktive Hilfe bedeutet hier als Berater (Helfer) selbst die Initiative zu ergreifen und zu prüfen, was dem Klienten passiert sein könnte (telefonisch oder durch eine kurze handschriftliche Mitteilung).

Stellen Sie sich vor: Ist es günstiger, den Telefonanruf für den Klienten zu führen, oder sollten Sie die Telefonnummer und den Namen der Einrichtung an die betreffende Person weitergeben und ihr die Verantwortung für den Kontakt überlassen?

In einer Vergleichsstudie (Kogan 1957) wurde nachgewiesen, dass diejenigen, denen man nur die Telefonnummer gab, in 37% der Fälle den Kontakt herstellten – wenn dies der Helfer übernahm, konnten 82% in die Zielinstitution überwiesen werden.

Aktive Hilfe ist in vielen Fällen besser als helferische Abstinenz.

Tipp: Hier finden Sie das Standardwerk, um Motivierende Gesprächsführung so zu lernen, wie Ihre Entdecker dies vorgesehen haben.

Hier finden Sie mein GRATIS Ebook : „Kontrolliertes Trinken – Wie Sie wirklich lernen Alkohol kontrolliert zu trinken“

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Autor:

K.i.K. e.V. ist ein eingetragener Verein der psychosozialen Versorgung in berlin und existiert seit 1993. Wir machen folgende Dienstleistungen: Supervision in Berlin Coaching Paartherapie in Berlin Familientherapie in Berlin Mediation in Berlin Kontrolliertes Trinken von Alkohol als Trainingsprogramm (EkT) Systemische Beratung Seminare und Trainings Raucherentwöhnung

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